Hinweise zur Förderpraxis

Bei der Förderung der Jugendarbeit gibt es leider sehr große Unterschiede:

  • Zuständigkeit für die Jugendförderung:
    In einigen Landkreisen fördert nur der Landkreis, in anderen nur die Kommunen im Landkreis, in anderen wiederum beide. Manchmal hängt es auch noch von der Art der Maßnahme ab oder aus wie vielen Kommunen die Teilnehmenden kommen. Hier hilft leider nur ein Blick in die Förderrichtlinien oder der Kontakt zum Jugendamt.
  • Lange Vorlauffristen:
    Antragsfristen gestalten sich von Richtlinie zu Richtlinie sehr unterschiedlich: Teilweise müssen Anträge über größere Summen bereits im Herbst des Vorjahres gestellt werden, teilweise genügt die Beantragung kurz vor Beginn der Maßnahme. Lange Vorlauffristen werden der Praxis der Jugendarbeit nicht gerecht und verhindern es, kurzfristig auf Bedarfe von jungen Menschen und die Dynamik in der Jugendarbeit reagieren zu können.

Diese Unterschiede erschweren auch die Inanspruchnahme von Fördermitteln. Als Beispiele werden genannt:

  • komplizierte und praxisferne Fördermittelbeantragung (z.B. bis Oktober des Vorjahres)
  • Schwierigkeiten bei der Förderung von Maßnahmen mit Teilnehmenden aus verschiedenen Landkreisen (Sitz des Trägers, Mindest-Teilnahmezahlen pro Kreis)
  • Fördermittel werden oftmals nur durch Hauptamtliche beantragt; hoher Unterstützungsbedarf bei Jugendleiter*innen
  • in vielen Landkreisen ist die Förderung und Unterstützung der Jugendverbände und freien Ju- gendgruppen in den letzten Jahren aus dem Blick geraten; viele öffentliche Träger machen vor allem eigene Angebote; das Wegbrechen dieser Unterstützungsinstrumente trägt auch dazu bei, dass kommunale Förderung weniger in Anspruch genommen wird