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Darf ein Bademeister die Aufsichtspflicht verweigern?

Autor Nachricht
Verfasst am: 23. 01. 2009 [18:57]
JugendringDüsseldorf
Dabei seit: 26.05.2008
Beiträge: 2
Neulich sprach mich ein Leiter an:
Er ist mit einer Jugendgruppe (10 Leute) und mehreren Leitern (mit Rettungsschwimmerschein, alles ganz Vorschriftsmäßig) in ein öffentliches Schwimmbad gegangen.
Im Schwimmbad haben sie nach dem Bezahlen bei dem Bademeister die Gruppe angemeldet. Dieser sagte daraufhin, er würde für die Gruppe keine Aufsicht übernehmen, da das Bad zu voll sei und riet der Gruppe, wieder zu gehen.
Natürlich hat ein Leiter immer eine Aufsichtspflicht im Schimmbad, aber darf ein Bademeister die Aufsichtspflicht verweigern?

BenutzerIn: Katjavr
Verfasst am: 23. 01. 2009 [18:58]
Otti
Dabei seit: 11.02.2005
Beiträge: 7
ûh, keine Ahnung, wie hier die exakte rechtliche Regelung ist. Ich weiß aber, dass es durchaus üblich ist, dass die Schwimmbäder bei größeren Gruppen nicht die Aufsicht übernehmen. Daher kommen ja auch die "Schwimmbadregeln" in der Jugendarbeit (dass eben z.b. immer ein Gruppenleiter am Beckenrand steht).

BenutzerIn: Otti
Verfasst am: 23. 01. 2009 [19:01]
bjoern.bertram
Dabei seit: 23.05.2008
Beiträge: 245
Hallo,
die Aufsichtspflicht im Schwimmbad kann grundsätzlich von den JugendleiterInneN NICHT auf den Bademeister übertragen werden. Als JugendleiterIn hat man die Verantwortung für seine Gruppe und muss selber sicherstellen, dass nichts passiert (z.B. dadurch, dass einE JugendleiterIn immer im Wasser, einE immer am Beckenrand ist oder durch das Aufstellen klarer Regeln).
Trotzdem ist es sinnvoll, die Bademeister auf die Gruppe hinzuweisen und sie zu bitten, ein besonderes Auge auf die Gruppe zu haben und sich als JugendgruppenleiterIn und AnsprechpartnerIn vorzustellen.
Verfasst am: 09. 12. 2009 [21:40]
Waage1880@t-online.de
Dabei seit: 06.11.2009
Beiträge: 10
Hallo Zusammen,

natürlich darf ein Bademeister die Aufsichtspflicht verweigern, aber nur nach dem Hausrecht. Sollte sich also eine Gruppe bereits in der Badeanstalt befinden, stehen sie unter der Aufsichtspflicht des Bademeisters, solange sie nicht gegen das Hausrecht verstoßen. Befindet sich die Gruppe noch außerhalb der Badeanstalt und wird gebeten, wegen Überfüllung draußen zubleiben, ist das die Verweigerung des Bademeisters.

Bei Großgruppen (also über 15 Personen) ist es zudem Ratsam, mindestens einen Tag vorher eine Vorwarnung (telefonisch) abzugeben (diese Aussage ist nicht verpflichtend). Zudem sollten eigene Jugendleiter als zusätzliche "Rettungsschwimmer" bereitgestellt werden und natürlich sich preisgeben.

Die letzte Bermerkung ist, dass eine Verweigerung auf Grund der Ersthelferpflicht (auch in freien Badeanstalten oder Badeseen) nicht möglich ist.

mfg
Dennis
Verfasst am: 04. 04. 2010 [20:37]
cybaer
Dabei seit: 03.04.2010
Beiträge: 9
Jawohl - generell kann ein (der Bademeister ist ein =) Schwimmmeister nicht die Aufsichtpflicht ablehnen! Er hat die Gesamtverantwortung in diesem Bad wo er seinen Dienst versieht, selbst in den Umkleidekabinen!
Generell muss auch der Betreiber des Bades sicherstellen das genügend Schwimmmeister für die maximal "Zugelassene" Besucheranzahl vorhanden sind. Natürlich kann aber der Schwimmmeister den JGL mit einsetzen - da dieser ja sowieso schon vom BGB aus die Aufsichtspflicht über seine Gruppe hat!
Also, Voranmeldung ist eine nette Geste aber nicht zwingend nötig. Eine eigene Aufsicht ist zwingend gegeben. Der Schwimmmeister ist gemäss Hausrecht 100% Weisungsbefugt.
Verfasst am: 12. 04. 2010 [15:13]
jeff_harms
Dabei seit: 12.04.2010
Beiträge: 1
Ein Bademeister kann seine aufsichtspflicht nicht ablehenen aber du als Jugendgruppenleiter kannst sie ihm auch nich übertragen

Das heisst im Klartext:

DU musst auf deine Gruppe aufpassen
aber der Bademeister auch
Verfasst am: 07. 05. 2010 [19:10]
Norbert-k.
Dabei seit: 27.01.2010
Beiträge: 15
Ah - ja!
Nach meinem Verständnis ohne die entsprechenden Gesetzestexte vorliegen zu haben kann ich mir denken, das die Aufsicht der Gruppe als solches als Erfüllungsgehilfe beim Jugendleiter liegt, soll heißen, das keiner Mist baut.
Die Aufsicht als Rettungsschwimmer obliegt dem Schwimmmeister bis zur Höchstzahl der erlaubten Anzahl der Gäste. Es ist schließlich egal ob 30 Einzelgäste oder eine Gruppe mit 30 Leuten hereinkommt - dafür wird immerhin der Eintritt kasiert.
Voranmeldung und Aufsicht um ûrger zu vermeiden ist ratsam.
Ein Fall: Auf einem Zeltplatz ist der Eintritt ins Freibad enthalten, die Schwimmmeister lassen unsere Kinder aber nicht rein weil wir nicht selber (als Gruppe) Rettungsschwimmer dabei haben.
Dann habe ich die Kids zu zwei und zu dritt reingeschickt - und das war in Ortnung.
Komisch - nisch! icon_lol.gif



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