Hallo, einloggen oder neu registrieren

News
02.11.2012 13:57 - Von: JensBeuker

Abschlussbericht

Gruppe: Kletterwand an öffentlichen Gebäuden

Kletterwand an öffentlichen Gbäuden  1) Projektgruppe  Am Anfang ist der Wunsch zu klettern dagewesen. Und zwar an einem besonderen Ort, der aber auch von Vielen genutzt werden kann, damit viele Kinder und Jugendlichen im Stadtteil Jürgenohl und darüber hinaus in diesem Projekt etwas Besonderes erleben können.  Das Team Jugendarbeit, bestehend aus 20 Leuten, der St. Georg Kirchengemeinde beschloss schon im Sommer 2010, dass eine Kletterwand an der Kirche installiert werden soll. Die Idee entstand damals durch die Kletterbegeisterung einzelner Jugendlicher und der Diakonin.  Das Team St. Georg besteht aus älteren jungen Erwachsenen, SchülerInnen und ist eine Mischung aus Neuen und Alten. Während der Projektzeit sind vor allem Jüngere aus der KonfirmandInnenarbeit und aus der Kooperation mit dem DAV hinzugekommen.   2) Projektverlauf:
Die ersten Planungen liefen schnell an: es sollten die Griffe direkt an die Kirchenwand geschraubt  werden.  Doch es mussten viele Leute um Erlaubnis gefragt werden: der Kirchenvorstand, das Landeskirchenamt und der Statiker! Auf die Antworten mussten wir unterschiedlich lange warten. Der Kirchenvorstand war begeistert von der Idee und stand hinter dem Projekt. Das Landeskirchenamt willigte auch ein. Der Statiker brauchte lange und sagte dann, dass die ursprüngliche Idee nicht umsetzbar ist, da die Halterung der Fassade die Belastung nicht aushalten würde. 

Und so mussten wir umplanen. Es wurden weitere Kletterwandbauer befragt. Dann gab es den ersten Entwurf einer freistehenden Kletterwand. Schließlich konnte endlich der Bauantrag gestellt werden.  Die Jugendlichen und KonfirmandInnen waren aber schon am Vorbereiten. Der Kompost musste verlegt werden. Dabei wurde geschaufelt, was der Spaten aushielt. 

27.09.2011 

Alle waren gespannt und neugierig, wie und wann die Kletterwand nun installiert wird. Da jetzt eine richtige Kletterwand gebaut wurde, mußten wir weitere Sponsoren gewinnen. Die GWG, die Sparkasse Goslar - Harz, Intersport Deckert und der Kirchenverband Goslar gaben weitere Gelder. Die ersten Vorbereitungen liefen schon und der Platz hinter der Kirche wurde  vorbereitet. Die Abseilstelle mit Sicherung der Leiter auf dem Kirchturm konnte in der Zeit auch installiert werden. Die erste Abseilaktion vom Kirchturm während des Gemeindefestes kam gut an und die ersten Mutigen seilten sich aus 14m Höhe ab.   28.11.2011 

Das Loch für das Fundament wurde fertig ausgehoben und der Statiker hatte auch begutachtet, dass die Kirche nicht umfällt, wenn die Kletterwand dran ist ;-) Steven erfüllte sich derweil seinen 

Kindheitstraum: Baggerfahren! Die Goslarsche Zeitung berichtete über das Projekt.  Am 12.12.2011 war der Bauantrag endlich genehmigt. Doch dann kam der Winter und der Frost. Währenddessen planten wir aber in Kooperation mit dem DAV Goslar eine Jugendkletterfreizeit in den Sommerferien in die Pfalz und die Vogesen, um das Medium Klettern mit der Freizeitarbeit zu verknüpfen und für beide Aktionen einen Mehrwert zu haben und um weitere Leute zu motivieren. 

Es wurde Frühling! Am 12.3.12 installierte der Gerüstbauer das Gerüst und die Nachbarn ahnten so langsam, dass sie in Zukunft wohl Aktion-TV vor ihrem Balkon haben werden. Die Sonne schien und so konnten, mit Hilfe der Kinder und Jugendlichen, die Platten gebohrt und mit Holzschutz versehen werden. 

Derweil wurden die ersten Jugendlichen durch den  DAV ausgebildet und absolvierten das Training für den DAV Sicherungsschein. Das Material wurde inspiziert, und der korrekte  Umgang mit Seil und Sicherungsgerät geübt. Und ganz wichtig: der Partnercheck muss immer erfolgen.  Die Goslarsche Zeitung berichtete erneut über das Projekt und wie es vorangeht.  Am 5.4.12 werden die Routen eingeschraubt als das Gerüst noch stand. Steven wollte seine Route am nächsten Tag noch zu Ende schrauben. Da waren die Gerüstbauer allerdings schneller. Aber er organisierte sich eine Sicherungspartnerin, um seine Route zu Ende zu schrauben. Aber er war nicht der Einzige: während der gesamten Bauphase halfen viele Jugendliche und junge Erwachsene mit und turnten auf dem Gerüst herum. Die SeniorInnen der Gemeinde zeigten reges Interesse und „kauften“ Griffe für die Kletterwand, in dem sie eine kleine Spenden gaben. Sie fragten auch schon nach, wann denn Seniorenklettern sei... 

Und dann war es endlich soweit. Das Gerüst war weg. Nun steht sie in ihrer vollen Pracht an der Kirche! Die Kletterwand war Thema bei den
 Wunderpunkten – einer Andachtenreihe 
während der Karwoche! Und die Leute waren begeistert und fragten schon, wann es losgeht. Doch der Einzige, der erstmal klettern durfte, war der Osterhase, der oben ein paar Eier hinterließ. Die Wand musste noch geprüft werden. Dazu mussten die Haken und Umlenker mit 800 KG belastet werden. Hierfür brauchten wir ein Gewicht. Herr Tatge kam mit seinem Trekker vorbei und dann wurde gemessen. Alle Haken hielten! Dann musste noch das Bauamt vorbeikommen und nachschauen, ob wir auch Alles richtig gemacht hatten. Hatten wir  - und so durften wir endlich die Kletterwand einweihen. Zum Probeklettern kamen schon einmal die Kinder und Jugendlichen vom Come In Projekt samt ihrer Paten vorbei.  Vorher lief schon die Prüfung für den Sicherungsschein durch den DAV und alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen bestanden. Jetzt

waren wir bereit. Die Kletterwand konnte eingeweiht werden. Am 06.06.2012 war es soweit. 

 

Der Himmel hatte sich geöffnet und es regnete, aber 30 wetterfeste AbenteuerInnen waren zur Eröffnung gekommen. Den Anfang machte wie versprochen der ehemalige 1. Kirchenvorstandsvorsitzende. Danach folgten weitere Mutige von 4 bis 50 Jahren, die an der Kletterwand hoch turnten. Die VertreterInnen der Sponsoren von der Sparkasse Goslar-Harz, GWG, Intersport Deckert, Generation 2.0 und der Jugendarbeit der Stadt und vom DAV wünschten uns viel Erfolg mit unserem Projekt und „dass doch bitte keiner runterfallen möge!“ 

Die offene Klettergruppe jeden Mittwoch um 17.00 Uhr entstand! Zu dieser Zeit wurde geklettert, was die Finger hergaben. Die erste Gruppe von der Frankenberg-Gemeinde kam zum Klettern vorbei und sie fanden es so gut, dass sie wiederkommen wollten. 

25.07.2012

Klettern und Abseilen sind Angebote im Ferienpass der Stadt Goslar gewesen. Sie wurden in Kooperation mit dem Hort und der Offenen Kindergruppe und der Ev. Jugend Goslar angeboten. 21 Kinder und fünf TeamerInnen waren da und hatten ihren Spaß. 

 

Die Jugendlichen kletterten zur Vorbereitung auf die Kletterfreizeit eigenständig an der Kletterwand inklusive Auf- und Abbau :-) 

 

Im Sommer vom 13.-23.8.12 fand die Jugendkletterfreizeit in der Pfalz und den Vogesen in Zusammenarbeit mit dem DAV statt. Es war eine wunderschöne Freizeit. 
 

Nach den Sommerferien kamen die TeilnehmerInnen zur offenen Klettergruppe, weil sich alle wiedersehen wollten. 

In den Sommerferien wurde auch das Außengelände gestaltet. Steven verlegte Platten um das Kiesbett, was viele Leute gefüllt hatten, einzufassen. Jetzt warteten wir auf trockenes Wetter, damit der Zaun

 

gesetzt werden kann. 

 

3) Erreichte Ziele 

 

Die Kletterwand ist mit der Sitzgruppe davor zu einem beliebten Treffpunkt geworden. Die Jugendlichen und sogar die Kinder haben ordentlich mit angepackt und haben daher eine hohe Identifikation mit dem Projekt. Sie verbessern im Augenblick die Routen, so dass die Bewegungen an der Wand komplexer werden. Ein Ehrenamtlicher will den Kletterwandbetreuerschein machen, um neue Gruppen eigenständig zu betreuen. 

 

Die Kinder/ Jugendlichen motivieren sich gegenseitig und entwickeln den Ehrgeiz besser zu werden. Auch ihre Motorik erweitert sich. Sie lernen den Sichernden und dem Material zu vertrauen. Sie nutzen dieses sportliche Angebot und kommen gerne wieder. Durch die Kletterwand sind neue Leute ins Team gekommen und die Älteren übernehmen beim Sichern die Verantwortung für die Jüngeren. Sie sind wissbegierig und wollen das Material kennenlernen und auch Verantwortung übernehmen. 

 

Und so wird die Kletterwand zu Spitzenzeiten genutzt: In der ersten Woche nach den Sommerferien waren es über 50 Leute, die kletterten. 

 

Am Montag kommt die Abenteuer AG der Grundschule Jürgenohl vorbei. Am Dienstag können die Konfis klettern.
 Am Mittwoch toben sich die Jugendlichen der offenen Klettergruppe aus. 

 

 

 

Am Donnerstag klettern die Kids der offenen Kindergruppe.
 Und freitags ist Zeit für andere Schulklassen, wie z. B. von der Pestalozzischule Und wer kommt am Samstag? Nicht das Sams... 
 Für nächste Jahr sind Kooperationen mit der BBS, dem CVD und der Realschule Goldene Aue geplant und wir hoffen auf weitere Gruppen, die die Kletterwand nutzen wollen. Neue Ausbildungskurse sind in Planung.  4) erreichte Zielgruppen:  Durch das Projekt haben vor allem die jungen Erwachsenen ihren Aufgabenbereich neu gefunden und eigenständig gehandelt. Sie haben den Prozess aktiv gestaltet, eigenständig Aufgaben übernommen und das Projekt vorangetrieben. Durch die Kooperationen kommen neue Kinder und Jugendliche zur Kirche. Durch das Klettern wollen sie nicht nur durch das Kirchenfenster hineinschauen, sondern werden auch neugierig auf sie und lassen sich gerne durch kirchenpädagogische Spiele begeistern. Auch Jugendliche mit Förderbedarf nutzen die Kletterwand, da die Pestalozzischule mit Klassen vorbeikommt. In der Gemeinde und bei den Ferienpassangeboten ist immer viel los.  5) Methoden  Klettern und Abseilen sind Methoden der Erlebnispädagogik. Sie ermöglichen Kindern und Jugendlichen in einem geschützten Rahmen ihre Grenzen kennen zu lernen und zu erweitern. Durch das Klettern können sie ständig ihr motorisches Können und auch ihr Kommunikationsverhalten verbessern. Sie müssen mit dem Sichernden reden und über das Erlebte sprechen, weil es für sie eine Grenzerfahrung ist.  Wenn die Kinder zu uns kommen, richten wir zuerst die Wand ein: schrauben die Griffe ein, hängen die Seile ein und legen die Gurte und Helme bereit.  Wenn die Kinder kommen, machen wir erst ein paar Spiele zum Aufwärmen und für die Körperkoordination. Schließlich werden die Gurte angezogen und kontrolliert. Jetzt darf endlich geklettert werden, wobei die Kids Tipps bekommen, damit sie auch oben ankommen. Danach dürfen sie noch frei spielen, bis sie von ihren Eltern abgeholt werden. Anschließend wird aufgeräumt.  Für die Kletteraktionen wird auf Flyern, Plakaten, im Ferienpass und über Facebook geworben. Auf der Homepage der St. Georg- Kirchengemeinde ist sie ebenfalls zu finden. Die Goslarsche Zeitung hat mehrfach über das Projekt berichtet.  6) Kooperationen  Die wichtigste Kooperation ist für uns die Zusammenarbeit mit dem DAV, da wir keine Konkurrenz zu deren Kletterangeboten schaffen, sondern lediglich ergänzen möchten. Sie sorgen für die Sicherungsschein-Ausbildung und haben auch die Ausbildungskosten für den Kletterwandbetreuerschein übernommen. Auch die Zusammenarbeit während der Kletterfreizeit lief gut. Um weitere Zielgruppen zu erreichen, haben wir mit der Jugendarbeit der Stadt und Schulen kooperiert. Wo wir AGs als Angebot der offenen Ganztagsschule anbieten, laufen sie im Bereich der Grundschule gut. Am CVD und der Realschule Goldene Aue wird im Sommerhalbjahr wieder eine AG angeboten werden. Die Pestalozzischule kommt für einzelne Projekttage vorbei. Die Kooperation mit der Hauptschule Kaiserpfalz besteht schon länger. Der dortige Schulsozialarbeiter findet das Projekt gut. Leider ist die Nutzung innerhalb der Schule schwierig, weil durch Landesschulgesetz geregelt ist, dass Klettern nur dann angeboten kann, wenn eine schulinterne Lehrerfortbildung absolviert wurde, die nur für LehrerInnen offen ist. Dadurch können nur Lehrkräfte mit SchülerInnen zum Klettern kommen, die auch diese Fortbildung haben. Mittlerweile hat sich aber eine neue Kooperation mit der BBS ergeben, die auch die Kletterwand nutzen wollen. Die Absprachen mit der Schule gestalten sich aber teilweise als schwierig, weil sie nicht alle 

                             

 

 

 

Informationen an die SchülerInnen und Eltern weitergeben. 

 

7) Schlussfolgerungen und Perspektiven 

 

Wir freuen uns sehr, dass trotz der vielen Arbeit, die wir investieren mussten, die Kletterwand steht und auch genutzt wird. Es gibt viele Leute, die das Projekt unterstützen und die sagen: das ist eine gute Sache! Wir finden das toll, dass ihr das macht. Das ist wichtig für die Kinder und Jugendlichen hier im Stadtteil. Hier können sie sich austoben und andere Erfahrungen und machen und es gibt viele Gruppen, die die Wand für Einzelaktionen nutzen wollen, so dass sie noch mehr genutzt wird. 

 

Insgesamt sind die Ziele erreicht wurden. Die Jugendliche sind motiviert. Beim nächsten Mal würden wir erst die Ergebnisse der statischen Untersuchung abwarten, bevor wir die Projektanträge stellen. Durch die statischen Erfordernisse ist das Projekt teurer geworden und wir mussten weitere Geldgeber gewinnen. Doch wir hoffen auf weitere Spenden und überlegen beim Gemeindefest im kommenden Jahr ein Sponsorenklettern zu veranstalten, um weitere Spenden zu sammeln. Die Kletterwand ist ein fester Bestandteil der Gemeinde geworden und wir sind stolz darauf. „Eine Woche ohne Klettern ist eine verlorene Woche.“, Da ist es gut, dass sich eine feste Gruppe gegründet hat, die klettern möchte. Auch die Verknüpfung mit der Sommerfreizeit ist weiterhin gegeben, da wir auch im kommenden Jahr eine Kletterfreizeit anbieten wollen. Die Wand wird für die Vorbereitung und als Kontaktfläche genutzt. Alle Kooperationen mit den Schulen laufen weiter. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir bedanken uns sehr für Ihre Unterstützung, durch die dieses Projekt durchgeführt werden konnte und den Kindern, Jugendlichen und Ehrenamtlichen so viele schöne Stunden ermöglicht. Wobei uns dabei Folgendes am wichtigsten ist: Vertrauen und Kommunikation – und: Klettern macht Spaß! 

 

 

 

 


Sichtbar für Alle
Community

Um die volle Funktionalität von myjuleica.de nutzen zu können, musst du eingeloggt sein.

Gib Deinen Benutzernamen und Dein Passwort ein, um dich anzumelden.
Anmelden

Passwort vergessen?