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22.06.2014 20:12 - Von: Xeribo

Wähl-Bar 2013: »Eine runde Sache«

Gruppe: Wähl-Bar

Die geladenen Politiker aller Parteien waren sich untereinander einig: Die »Wähl-Bar« derYezidischen Jugend war eine gelungene Veranstaltung. »Eine runde Sache«, fand auch Ilyas Yanc vom Yezidischen Forum, der diesen Abend zusammen mit den Jugendlichen vorbereitet hatte.

Wie schon vor der Kommualwahl 2011 hatte die Yezidische Jugend im Rahmen des ProjektesneXTvote aktuelle und zukünftige Wählerinnen und Wähler zu einem Informationsabend in das Gebäude an der Eidechsenstraße eingeladen, um die Oldenburger Landtagskandidatinnen und -kandidaten hautnah erleben zu können.

Sebastian Fröhlich (FDP), Jörg Hendrik Kunze (Piraten), Tobias Frick (Bündnis 90/Die Grünen), Ulf Prange (SPD) und Hans-Henning Adler (Die Linke) waren der Einladung nachgekommen, Susanne Menge (Bündnis 90/Die Grünen) war zu Beginn im Publikum, musste sich aber bald verabschieden, um bei einer anderen Wahlveranstaltung mit Cem Özdemir, dem Parteivorsitzenden der Grünen, auf dem Podium sein zu können. Aus ähnlichen Gründen mussten Esther Niewerth-Baumann und Olaf Klaukien (beide CDU) sich von Heinz Schnake vertreten lassen - Frau Merkel und Herr McAllister verlangten in der EWE-Arena nach ihnen.

Migranten sollten sich an allen gesellschaftlichen Prozessen beteiligen, so auch der politischen Gestaltung beteiligen, sagte Hourow Khodeda, Zweiter Vorsitzender des Yezidischen Forums, der für die Gastgeber Politiker und Publikum begrüßte. Das unterstützten auch die anwesenden Vertreter der Parteien. Alle zeigten sich offen für mehr Migranten in der Politik, sagten aber auch, dass man keinen zu Parteiarbeit oder Kandidatur zwingen könne. Tobias Frick hält darüber hinaus Lobby-Arbeit für erforderlich, wie sie beispielsweise das Forum für Migration und Integration in Oldenburg leistet.

Die Politiker hatten im Vorfeld ein auf sie ausgestelltes Duldungsdokument und einen Warengutschein zugeschickt bekommen, wie Asylbewerber sie erhalten. Von der erneut souveränen und glänzend aufgelegten Moderatorin Tahli Burunacik nach ihren Einkaufserfahrungen gefragt, gaben alle ihr Unbehagen an der Supermarktkasse zu, verwiesen aber auch auf die Stadtratsresolution zur Abschaffung des Gutscheinsystems.

Spannend und für alle Beteiligten besonders interessant war der direkte Kontakt nach dem Muster eines Speed-Datings zwischen den Kandidaten und den Jugendlichen. Auch hier waren die Politiker sich in ihrer Bewertung einig, das sei der beste und wichtigste Teil einer insgesamt sehr guten Veranstaltung gewesen. Leider gab es diesmal keine zusammenfassende Bewertung der Gesprächsrunden.

Unterschiedliche Meinungen gab es eigentlich nur beim Thema Betreuungsgeld. Für Heinz Schnake bietet es die Möglichkeit, sich für oder gegen eine häusliche Betreuung zu entscheiden, für Hans-Henning Adler, Ulf Prange und Tobias Frick setzt es die falschen Anreize. Die freie Wahl solle den Eltern nicht genommen, die Entscheidung gegen die Kita aber nicht auch noch belohnt werden. Das wäre besonders bei Familien problematisch, die über wenig Geld verfügen. Sebastian Fröhlich ergänzte, auch die FDP sei gegen das Betreuungsgeld, habe sich aber als kleiner Koalitionspartner nicht durchsetzen können, eine Position, auf die er sich auch zu anderen Themen zurückzog.

Für die musikalische Unterhaltung sorgten die OLstars und Malek Samo unter anderem mit politischen Texten.

Alle Anwesenden konnten anhand des umfangreichen Informationsmaterials ihr Bild von den zur Wahl stehenden Kandidaten und Parteien verfeinern und außerdem perWahl-o-Mat Entscheidungshilfe bekommen. Gegen Ende hatten alle die Möglichkeit, zwei Stimmen abzugeben. Das Nicht-repräsentative Ergebnis sah so aus: Die SPD erhielt 33 Stimmen, die Grünen 20, die CDU 18, die Linke 16, Piraten und FDP jeweils 7.

Eigentlicher Gewinner des Abends war das Yezidische Forum, das zum wiederholten Male sein Engagement für eine vielfältige Gesellschaft gezeigt und eine Veranstaltung organisiert hat, die von allen Seiten gelobt wurde. Und das mit Recht.


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