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Antragsverfahren

Förderrichtlinien lesen und verstehen

Grundlage für die Förderung sind in der Regel vom Jugendhilfeausschuss (bzw. auf Ortsebene vom Rat) beschlossene Förderrichtlinien. Diese definieren Art, Umfang und Kriterien der Förderung von Jugendarbeit. Manche Orte haben Förderrichtlinien erlassen, jedenfalls auf der Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte sind überall in Niedersachsen Förderrichtlinien vorhanden.

Förderrichtlinien sind durchaus verschieden aufgebaut. Wichtig ist daher, die Richtlinien sorgfältig zu lesen. 

Um sich einen Überblick zu machen und die Richtlinien zu verstehen,Um die Förderrichtlinien zu verstehen, versucht zunächst in den Förderrichtlinien auf folgenden Fragestellungen Antworten zu finden:

  • Wer ist antragsberechtigt (die Jugendgruppe? der Verband? Ist eine Anerkennung als freier Träger gemäß § 75 SGB VIII notwendig?)?: diese Regelung befindet sich in der Regel immer am Anfang der Förder-Richtlinien  (Achtung!: in sehr wenigen Ausnahmefällen gibt es jedoch für bestimmte Förderbereiche wiederum Ausnahmen von der vorangestellten Grundregel).
  • Welche Maßnahmen werden gefördert?: Diese orientieren sich an den Aktionsformen der Jugendgruppen. Die förderbaren Maßnahmen sind manchmal bereits am Anfang in den Förderrichtlinien aufgelistet, jedenfalls aber als Überschriften mit eigenem Kapitel in den Richtlinien zu finden. Typische Maßnahmen sind: Freizeiten, Seminare zur Aus- und Weiterbildung von Jugendleiter-inne-n, internationale Jugendbegegnungen, Gruppenmaterial, Gruppenräume und themenspezifische Projektbereiche. Neben der Förderung von Maßnahmen ist in manchen Förderrichtlinien auch eine Grundförderung für Jugendgruppen zu finden, welche unter anderem den Aufwand für regelmäßige Treffen abdecken sollen.
  • Wie wird gefördert?: bezuschusst wird in aller Regel nach dem Maßstab „Teilnehmer-in pro Tag“. Das heißt, dass als Höchstfördersatz ein pauschaler Tagessatz pro Teilnehmer-in der Maßnahme vorgesehen ist. Wichtig ist dabei, dass oftmals eine Unter- und Obergrenze bei der Anzahl der Teilnehmer-innen vorgesehen ist. Manchmal sind jedoch nicht „Teilnehmer-innen-tage“, sondern Kostenanteile als Zuschuss vorgesehen (z.B: 60% des Anschaffungswertes eines Spielgeräts).
  • Welche Altersgrenzen sind für die Förderung der Teilnehmer-innen der jeweiligen geförderten Maßnahme zu beachten?
  • Werden Jugendleiter-innen bei den Maßnahmen mitgefördert? 
  • Sind andere wichtige Kriterien vorhanden, die für die Förderung der einzelnen Maßnahmen erfüllt werden müssen?
  • Wann wird die Förderung ausbezahlt? Oft ist vorgesehen, die Fördersumme erst nach entsprechender Durchführung der Maßnahme auszuzahlen; dann ist die Maßnahme vorzufinanzieren. Hat die Jugendgruppe keine entsprechenden Mittel zur Verfügung, sind in den Förder-Richtlinien oftmals auch Ausnahmefälle für eine Vorzahlung möglich, die eigens beantragt werden muss.
  • Brauche ich für die Maßnahme ein eigenes Bankkonto (nicht häufig; meistens reicht das allgemeine Konto der Jugendgruppe)?
  • Welche Kriterien sind für den Nachweis der korrekten Verwendung notwendig?

Die Jugendpflege bzw. auch der zuständige Jugendring können euch bei Unklarheiten zu den Richtlinien weiterhelfen. Außerdem findet ihr auf gelt-fuer-jugendarbeit.de eine Übersicht über die wichtigsten Förderkriterien im jeweiligen Landkreis bzw. in der jeweiligen kreisfreien Stadt. 

Förderrichtlinien der Jugendarbeit sind meistens Grundlage für die Förderung von Jugendgruppen und geben Auskunft über Art und Umfang der Bezuschussung.

Fristen beachten

Viele Förder-Richtlinien sehen Fristen zur Antragsstellung und zur Abrechnung vor. Diese Fristen sind in jeder Richtlinien unterschiedlich geregelt. Manche Richtlinien sehen vor, dass zunächst eine sogenannte „Interessenbekundung“ für die Maßnahme bis zu einem festgesetzten Datum notwendig ist und der Antrag selbst dann erst nach Durchführung der Maßnahme samt Nachweis über die Durchführung gestellt wird. Andere Förderrichtlinien wiederum verlangen einen Antrag vor Beginn der Maßnahme. Einige wenige haben gar keine Fristen in den Förderrichtlinien vorgesehen. Beachtet außerdem, dass manche Förderrichtlinien in den unterschiedlichen Maßnahmen (also z.B. Freizeiten, internationale Begegnungen, Material) unterschiedliche Fristen vorsehen.

Ein Blick auf vorhandene Fristen ist für euch also unerlässlich. Leider ist der Überblick nicht immer einfach zu behalten. Auch hier kann euch bei Fragen die Jugendpflege der Jugendring weiterhelfen. 

Wie sieht ein guter Förderantrag aus?

Umfang und Art des Förderantrags sind wie die Förderrichtlinien kommunal ebenfalls unterschiedlich vorgesehen. Vorab: Ein Förderantrag erscheint anfangs kompliziert. Das Ausfüllen oder Schreiben des Antrags ist jedoch oft einfacher als man denkt.  Bei Problemen unterstützt euch auch hier die jeweilige Jugendpflege.

Viele Orte, Landkreise, kreisfreien Städte und die Region Hannover stellen Antragsformulare zur Verfügung, die ihr dann auch unbedingt verwenden sollt.

Sind keine Antragsformulare vorhanden, fragt bei der zuständigen Jugendpflege nach, was in einem Antrag zu stehen hat!

Das Konzept/die Programmbeschreibung

Ganz allgemein gilt: neben den wesentlichen Daten der Jugendgruppe (Vereinsadresse, Ansprechperson etc.) ist der Kern der Anträge oftmals die Beschreibung der jeweiligen Maßnahme. Ist diese gefragt und ist keine besondere Form für den Antrag vorgegeben, solltet ihr in einfachen Sätzen folgende Punkte umschreiben: 

  • Wieviele Personen in welchem Alter sollen an der Maßnahme beteiligt sein?
  • Wann findet die Maßnahme statt?
  • Wo findet die Maßnahme statt? 
  • Wieviele Jugendleiter-innen sind beteiligt?
  • Was sind die Ziele eurer Maßnahme (kurze Darstellung, was ihr mit der Maßnahme erreichen wollt,, z.B. was die Teilnehmer-innen durch die Maßnahme lernen oder was sie erleben werden sowie Faktoren, woran man merkt, dass die Ziele erreicht wurden; Auch die Darlegung, wie die öffentlichen Wahrnehmung eurer Jugendgruppe durch die Maßnahme verbessert werden kann, sollte hier beschrieben werden)?
  • Welches Programm  habt ihr bei der Maßnahme vorgesehen?
  • Welche Methoden wollt ihr anwenden (z.B. Spiele, Outdoor-Aktivitäten, Theater, spielerische Auseinandersetzung mit politischen Argumenten, Beteiligungsmethoden o.ä.)?
  • Wie wollt ihr die Maßnahme reflektieren (Wie sehen die Methoden zu regelmäßigem Feedback der Teilnehmer-innen aus?, Wie soll die Maßnahme allgemein mit den Teilnehmer-innen am Schluss der Maßnahme reflektiert werden?)?
  • Welche Kosten werden entstehen (z.B. Unterkunft, Fahrtkosten, Verpflegung, Material)

 

Weitere Literatur & Tipps

Die Texte stammen aus der Broschüre „Los geht’s vor Ort!“ – weitere Infos unter ljr.de/shop.html – dort kann die Broschüre als PDF heruntergeladen oder die gedruckte Datei kostenpflichtig bestellt werden.

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