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Was sind den nun rechtverbindliche Juleica Bestimmungen?

Autor Nachricht
Verfasst am: 10. 09. 2010 [14:56]
Norbert-k.
Themenersteller
Dabei seit: 27.01.2010
Beiträge: 15
Hallo zusammen,
für das nächste Jahr, dem Jahr 1 nach Ammeland, wollen auch wir für unseren kleinen Bauchladen (www.ferienfuerkinder.de) die Ausbildung für unsere Betreuer und Mitarbeiter voran bringen.
Nur - Juleica gut und schön und jeder Verein macht es wohl nach gutdünken.
Gibt es eine rechtverbindliche Verortnung, Regelwerk oder Gesetz in NRW dazu? Beim herum - googeln finde ich immer nur Seiten einzelner Vereine oder eben diese hier.
Zwar höre ich immer wieder: Dieses muß man tun und jenes ausbilden, wer da was für wenn auf wessen Kosten und warum überhaupt was beibringt und in welcher Qualität steht aber wohl nirgens, oder?
Verfasst am: 10. 09. 2010 [19:05]
bjoern.bertram
Dabei seit: 23.05.2008
Beiträge: 245
die Mindeststandards für die Inhalte und Dauer der Juleica-Ausbildung sind durch die Jugendministerkonferenz [url= http://www.juleica.de/600.0.html]bundesweit[/url] verbindlich geregelt. Diese Mindeststandards werden in den Bundesländern durch die jeweiligen Erlasse ergänzt.
Wie die Inhalte methodisch etc. bearbeitet werden, bleibt den jew. Trägern überlassen. Da die Landesverbände der Jugendverbände die Anerkennung als freier Träger haben, sind diese auch gefragt, ihre Orts- und Kreisverbände, die eigene Juleica-Ausbildungen anbieten entsprechend zu unterstützen und zu qualifizieren.
Kleinere örtliche Träger sollten nur dann eigene Juleica-Schulungen anbieten, wenn sie die fachliche Qualifikation dafür haben. Im Zweifelsfall wird sicherlich auch das örtliche Jugendamt a) im Vorfeld beraten können und b) bei der Ausstellung der Juleica nachfragen, ob der örtliche freie Träger tatsächlich alle Inhalte abgedeckt hat.

Ich möchte einfach mal auf die Position des LJR Niedersachsen verweisen: http://www.ljr.de/News-Single.83+M5781b029ae0.0.html?&cHash=5ad804c4e7
Verfasst am: 10. 09. 2010 [21:21]
Norbert-k.
Themenersteller
Dabei seit: 27.01.2010
Beiträge: 15
Aha, da weiß ich schonmal mehr.
Wenn ich das richtig verstehe ist das "was" zwar vorgegeben, das "wie" und wie gut, umfangreich oder Fachgerecht bleibt den Trägern überlassen.
(Man kann ja auch in vielen Stunden nix verlitteln und nur Zeit verplempern!)
Bei der "Ersten Hilfe" zum Beispiel, der Standart Erste Hilfe Lergang, hat sich dieser gerade in diesem Sommer wider als nicht geeignet heraus gestellt.
Dort werden Kinder wie "Kleine Erwachsene" eingestuft und behandelt was, wie jeder Betreuer in Freizeitmaßnahmen weiß, nicht gut funktioniert. Wünschen würde ich mir eine entsprechende Ausbildung speziel fur solche Aufgaben - habe bislang aber keinen Ausbilder gefunden der in NRW Ausbilden darf.
Ich werde nochmal beim Jugendamt nachfragen.
Verfasst am: 12. 09. 2010 [08:58]
bjoern.bertram
Dabei seit: 23.05.2008
Beiträge: 245
Der Erste Hilfe Kurs ist nicht Bestandteil des Juleica-Ausbildung, sondern kommt vom Stundenumfang her dazu.
Wenn ihr eine Juleica-Ausbildung durchführt, würde ich mit dem Roten Kreuz oder einer anderen Rettungsorganisation - am besten mit deren Jugendorganisationen - sprechen und fragen, ob die nicht für den ganzen Juleica-Kurs eine spezielle EH-Ausbildung anbieten können. Denn das DRK hat auch durchaus die Möglichkeit, bei den Ausbildungsinhalten etwas zu variieren und speziell auf Kider/Jugendliche einzugehen.
Verfasst am: 12. 09. 2010 [12:41]
Norbert-k.
Themenersteller
Dabei seit: 27.01.2010
Beiträge: 15
Haben wir schon etliche male Versucht - leider ohne Erfolg. Da besteht bei diesen Organisationen (zumindest hier) zwar die Möglichkeit aber nicht der Wille den Kurs entsprechend an zu passen.
Zitat: Der normale Erste Hilfe Kurs reicht völlig aus!
Ja, vom Gesetzgeber und Nasengleiche her mag das schon sein - aber uns reicht das nicht.
Bei den anderen Lehrgängen sieht das ähnlich aus: man bekommt etwas "ausreichendes" Vorgebetet was kaum einer Versteht oder so praxisfern ist das man auch was über Plasmaphysik erzählen könnte (falls es sowas gibt).
Was die Finanzierung angeht ist da im übrigen alles ziemlich tod. Bei dem Heimatjugendamt müssen Ausbildungen fast zwei Jahre im voraus beantragt und angemeldet werden. Sowas macht das ganze nicht gerade leichter.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 12.09.2010 um 12:43.]
Verfasst am: 17. 09. 2010 [09:27]
matze12
Dabei seit: 18.08.2009
Beiträge: 12
lese die diskussion hier grad recht interessiert, da sich bei uns auch einige fragen zur juleica und der ausbildung stellen. allerdings vor allem das problem, dass wir viele gruppenleiter haben, die einen juleicakurs machen möchten, allerdings das angebot an kursen recht gering ist. meine frage daher zweigeteilt:
1. wo werden die kurse überall angeboten? die, die wir kennen und nutzen sind die von unserem Dekanat (läuft über den BDKJ), was gibt es aber sonst noch, vor allem interessant ist für uns die Region Osnabrück...

2. ist es auch möglich mit einem entsprechenden Programm, dass auf die Vorgaben abgestimmt ist selbst (also bei uns z.B. innerhalb der Kirchengemeinde bzw. der Pfarreiengemeinde) einen Juleicakurs anzubieten?

gute Antworten würden uns freuen icon_wink.gif DANKE
Verfasst am: 17. 09. 2010 [14:39]
Norbert-k.
Themenersteller
Dabei seit: 27.01.2010
Beiträge: 15
Jaaaa, genau ...
Die allegemein angebotenen Lehrgänge sind entweder viel zu theoretisch (also langweilig und damit nicht nachhaltig).
Als Beispiel hatten wir in diesem Jahr eine Betreuerin "ausgeliehen", mit JULEICA und allem was dazu gehöhrt.
Die hat nichts auf die Kette bekommen, hatte nichtmal eine "Grundahnung" von psychologie und schafte es nicht ihre Arbeit irgendwie zu organisieren. Da ist mir eine gestandene Mutter mit zwei Kindern echt lieber die alles mit "gesundem Menschenverstand" regelt.
Aber zurück zum BRAUCHBAREN Lehrgang - Einen Ausbilder für Erste Hilfe und so für Ferienaktionen zugeschnitten hätte ich jetzt - wohlbemerkt einer der NICHT 75 Euro pro Stunde Dozentenhonorar plus Spesen abrechnet.
Aber würde so ein "angepasster" Lehrgang anerkannt werden? Und mit den anderen erforderlichen Themen: Wo stehen ìm Einzelnen die Inhalte die es geben sollte aufgeschrieben, gibt es so eine Art Leitfaden, Ausbildungsplan oder so?
Oder bleibt das wirklich jedem Verein selber überlassen?

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 17.09.2010 um 14:40.]
Verfasst am: 17. 09. 2010 [17:57]
bjoern.bertram
Dabei seit: 23.05.2008
Beiträge: 245
matze12 schrieb:

1. wo werden die kurse überall angeboten? die, die wir kennen und nutzen sind die von unserem Dekanat (läuft über den BDKJ), was gibt es aber sonst noch, vor allem interessant ist für uns die Region Osnabrück...

Grundsätzlich solltest du die Juleica-Ausbildung bei deinem Träger (also beim BDKJ) machen. Denn über den beantragst du nachher auch deine Juleica. Und der Träger muss auch prüfen, ob die Juleica-Kurse den Qualitätsansprüchen des BDKJ genügt. Es könnte also sein, dass die Juleica-Schulung, die bei einem anderen Träger absolviert wurde, nicht anerkannt wird.

matze12 schrieb:

2. ist es auch möglich mit einem entsprechenden Programm, dass auf die Vorgaben abgestimmt ist selbst (also bei uns z.B. innerhalb der Kirchengemeinde bzw. der Pfarreiengemeinde) einen Juleicakurs anzubieten?

Das müsstet ihr mit dem BDKJ abstimmen. Denn der ist Diözesanverband ist als Freier Träger anerkannt und muss für die Qualität der von ihm und seinen Untergliederungen gerade stehen.
Verfasst am: 17. 09. 2010 [18:03]
bjoern.bertram
Dabei seit: 23.05.2008
Beiträge: 245
Norbert-k. schrieb:

Einen Ausbilder für Erste Hilfe und so für Ferienaktionen zugeschnitten hätte ich jetzt - wohlbemerkt einer der NICHT 75 Euro pro Stunde Dozentenhonorar plus Spesen abrechnet.
Aber würde so ein "angepasster" Lehrgang anerkannt werden?

Wenn der Dozent selber die Berechtigung hat Erste-HIlfe-Ausbildungs-Bestätigungen auszustellen und er eure zielgruppenspezifische Ausbildung so gestaltet, dass sie auch diesen Anforderungen genügt, geht das.

Norbert-k. schrieb:

Und mit den anderen erforderlichen Themen: Wo stehen ìm Einzelnen die Inhalte die es geben sollte aufgeschrieben, gibt es so eine Art Leitfaden, Ausbildungsplan oder so?
Oder bleibt das wirklich jedem Verein selber überlassen?

Nein, es ist nicht jedem Verein überlassen, sondern jeweils dem Freien Träger der Jugendarbeit! Die meisten örtlichen Jugendgruppen verfügen nicht selber über die Anerkennung als freier Träger, sondern nur deren Landesverbände. Die müssen die Qualität der Ausbildung prüfen und dafür gerade stehen! Dort arbeiten i.d.R. ausgebildete Fachkräfte, die für die Juleica-Ausbildungen über das notwendige Know-How verfügen.
Einzelne örtliche Jugendgruppen dürfen vom jew. Jugendhilfeausschuss nur dann als freie Träger anerkannt werden, wenn sie die fachlichen Ansprüche erfüllen.
Wenn örtliche Gruppen, die zu keinem Landesverband gehören und die nicht als freier Träger anerkannt sind, eine Juleica-Ausbildung anbieten wollen, sollte dies nur in Rücksprache und in Beratung durch das örtl. Jugendamt geschehen, denn die müssen dann die Qualität prüfen!
Verfasst am: 19. 09. 2010 [14:34]
Jan-Christoph
Dabei seit: 13.02.2009
Beiträge: 5
Aber so richtig scheint die Ausbildung ja keiner zu kontrollieren, weil sonst würde ja nicht einiges schief laufen, die Juleica den Begriff,kennt kaum einer irgendwie,wie die Praxis zeigt ! Sowie die unterstützungen sind auch nicht so wirklich da von irgendwelchen höhren Behörden, also da bekommt man wirklich nie etwas von mit das die mal etwas großes tun ! Durch den einen Fall von Ameland war ne kurze Zeit aufeinmal große "hektik" in dem Bereich aufgetreten aber inzwischen ist das anschiend wieder vorbei! Da wurde eine Zeitlang mal ein bisschen auf die Ausbildung geguckt aber wiedermal nur "kurz", denn es kommt nix mehr so wirklich davon. Irgednwie muss das Konzept vielelicht überdacht werden mit der Ausbidung und so....

Korrigiert mich gerne wenn etwas falsch ist vielleicht sehe ich da auch einiges falsch!!

Einen schönen Gruß



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